30 März 2009

Thailand: family-days auf Koh Chang

Genau vier Monate sind es gewesen – vier lange Monate ohne meine geliebte Familie Cattarozzi!
Und ein überraschender Anruf von Rajiv, alias Marco ;-), auf meinem indischen Handy, hat mich kurzerhand direkt von Goa nach Thailand fliegen lassen. Genauer gesagt nach Koh Chang – wo Marea, Bé & Marco bereits in der Sonne badeten!

Kaum bin ich am kleinen Airport von Trat gelandet, grade erst von meinen Freunden in Goa verabschiedet, da durfte ich erneut ein freuidges Wiedersehen geniessen! Marco, der mit offenen Armen in der Ankunfts-open-air-Halle auf mich wartete... Was für ein Moment!
Ich konnte es kaum fassen... Ein Stück Heimat, meine Familie!

Ist er extra aufs Festland gekommen um mich abzuholen... und auf schnellstem Wege gings dann mit der Fähre hinüber nach Koh Chang, wo ich kurze Zeit später auch Bé & Marea wieder sehen durfte!
Den Augenblick, wo ich die beiden hinten im Taxi sitzend erblickte und kurz darauf, wo wir uns in den Armen hielten, werde ich wohl nie vergessen! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl durchfuhr mich!
Meine geliebte Bé... und Marea, mein über alles geliebter Göttibub. Beschwipst vor Freude startete ich genussvoll in mein immernoch so wunderbar überraschendes Familien-Treffen in Thailand... ;-).

Unsere zwei Wochen waren voller einzigartiger Stunden, jede einzelne davon habe ich ausgiebig genossen.
Vertraute, spannende Gespräche, Lachen und Erzählen, gemeinsames Relaxen auf der Beachterrasse, Spaziergänge am Strand – wir haben eine richtig tolle und schöne Ferienzeit erlebt. Genussvoll, geschmeidig & einfach einzigartig!

Gewohnt haben wir auf der Sonnenuntergangsseite, im Südwesten von Koh Chang, an der KaeBae Beach, nahe dem kleinen Städtchen, wo wir uns jegliche Ersehnlichkeiten und Verwöhnaktionen ermöglichen lassen konnten. Ob ein schaumig cremiger Cappucchino, eine wohltuende Massage oder einfach flanieren und hier oder dort einkehren... wir haben es so richtig genossen und uns täglich verwöhnen lassen.


Zuerst hausten wir aufgrund der Season gezwungenermassen noch in getrennten Bungalows – was mir dafür aber ermöglichte, Marea ganz für mich alleine zu haben ;-). Schon am ersten Tag unseres Wiedersehens hat er mich mit den Worten „ich möcht hüt bim Gotti schlafe“ überwältigt! Hmm, was für ein Start in unsere Ferien ;-)! Marea so vertraut und nahe bei mir – wie wenn wir uns erst grade verabschiedet hätten... Ein Gefühl tiefer Glücklichkeit begleitete mich, als ich spät abends noch immer wach neben Marea lag und langsam mit einem Lächeln einschlief...

So rasch wie möglich haben wir uns dann aber um eine gemeinsame Bleibe umgeschaut. Sassen wir ja so wieso immer zusammen und war das abentliche Rüberlaufen zu meiner Schlafstelle schon etwas mühsam ;-).
Und siehe da, haben wir uns doch voll das riesige Bijoux-Bungy direkt auf der Beach geschnappt, an welchem ich während den ersten Tagen immer vorbei lief und mir nicht erträumen lassen hätte, dass wir das kriegen können. Das Bungy bot eine grandiose Sonnenterrasse auf der Beach, grosse weisse Doppelbetten, Platz zum Verschwenden für uns alle; Kühlschrank, Fernseher und ein edles Badezimmer – alles was unser Herz hätte begehren können; und von wo wir uns dann trotz aufkommenden Strand-Wechsel-Gedanken nicht lösen konnten und so bis zum Schluss an der KaeBae Beach hängen blieben...


Unsere so wohltuenden, beinahe täglichen Massage-Sessions waren genial! Head-Neck-Shoulder – ein Geheimtipp wer mal an der KaeBae weilt!
Wir haben uns immer so organisiert, dass zwei von uns Erwachsenen gemeinsam zum Massieren gingen und der andere mit Marea am Spielen, Baden oder sonst was am unternehmen war. Der Cappucchino-Place um die Ecke war dann jeweils Treffpunkt für den fliegenden Wechsel ;-) – und die Lady beim Empfang wusste sogleich bestens um unsere Spezial-Termin-Buchungs-Vorlieben Bescheid! Wir wurden richtig verwöhnt und liebevoll zuvorkommend behandelt... Wie sich das eben gehört, für Stammgäste ;-).

Während unserer Zeit auf Koh Chang haben wir zwei Ausflüge gemacht. Ein Mal auf dem Rücken eines Elefanten und das andere Mal, etwas verschlafen aufgrund des vornächtlichen Ausganges – welcher übrigens durch Party-Fan Marea nicht unbedingt kürzer wurde ;-) – auf einem Tagestrip per Schiff via verschiedener Inseln, Schnorchel-Pausen und Affenfütterung an der Klippe rund um Koh Chang. Nachdem wir anfangs noch etwas schlaftrunken und beinahe schiffsuntauglich waren, haben wir dafür mit aukommendem Energielevel nicht nur mehr Stimmung verbreitet, sondern sogar das Schnorcheln ausprobiert und richtig Spass dabei bekommen... ;-).

Und dann natürlich unser Frauenschwarm Marea! Er hat nicht nur die Einheimischen (Mann wie Frau) verzaubert, sondern auch hie und da einem kleinen Mädchen den Kopf verdreht... ;-).
Ich fang jetzt gar nicht erst an von ihm zu schwärmen... Er ist und bleibt einfach mein Goldschatz – und die vielen unbeschreiblich schönen Momente und Augenblicke mit ihm, bedeuten mir so viel! Ob beim Spielen an der Beach – wo er mich mit seiner unermüdlichen Energie ganz schön ins Schwitzen gebracht hat ;-) und ich etliche Male mit ihm irgendwo hinunter gesprungen oder entlang gerannt bin... „Oh Gotti, nur no ei Mal“ ;-). Mit einem Engelslachen – wo glaubs nicht nur ich nicht nein sagen hät können...

Oder beim Glace-Essen. Uiui... wie könnte ich ihm auch nur den Wunsch auf ein Glace verwehren ;-). Musste mir da oft was einfallen lassen, damit er mich nicht zu fest um den Finger wickelte... (bin ich ja neben Glace-Fan auch ein Gesundheits-Apostel;-).
Aber im Grossen und Ganzen hab ich mir – natürlich nach kurzer Nachfrage bei den Eltern - gesagt, dass ich ihn schon verwöhnen darf... Bin ich ja schiesslich das Gotti, und nicht das Mami *smile*.
Das Eindrücklichste für mich war, wie rasant sich Marea entwickelt hat. Vier Monate – und dies im süssen Alter von vier Jahren; ja da sind das Quantensprünge, die ich beobachten konnte.
Am Stärksten ist dies durch die Sprache aufgefallen. Nicht nur die Wörter und Sätze, sondern das ganze Auftreten und die Gedanken hinter einer Aussage – einfach umwerfend! Wärs nach mir gegangen, so hätte ich den kleinen einfach den ganzen Tag beobachten mögen... ihm zuschauen, wie er die Welt entdeckt... wie er die Ferien geniesst... und einfach bei ihm sein!
Olala, der kleine Herr, er hat mich wirklich tief und fest in seiner Tasche ;-). Und ich war unendlich glücklich, durfte ich ihn so nah und intensiv geniessen.

Mit Wind in den Haaren (oder bessergesagt „um den Helm“;-) sind Bé & ich abwechslungsweise von Marco mit dem Moped mal hierhin oder dorthin chauffiert worden – haben die Insel erkundet und in vollen Zügen unsere Ferien ausgeleb! Wow, das war cool – Freiheitsgefühl pur...
Spannend auch zu sehen, wie sich die Insel in all den Jahren seit ich das erste Mal hier war (vor beinahe 10 Jahren!!!) verändert hat – oder bessergesagt: wie ich wohl nie erraten hätte, dass das eine Insel ist, auf der ich bereits ein Mal gewesen bin!
Das erste Mal noch mit Nussschalen-Boot vom Festland übergesetzt worden und durchs Wasser an die Beach gelaufen, heute strotzt ein grosser Hafen schon von Weitem und lässt die Touristen gemütlich über den Steg auf die Insel geleiten... Oder die Strassen: von denen gabs dazumal noch fast keine ;-). So vieles war anders und gab der Insel ein ganz neues Gesicht.









Tja, so ändern sich die Orte – wie überall... und es ist immer wieder von Neuem eine spannende Entdeckung einer wunderschöner thailändischen Insel!
Die Tage vergingen wie im Fluge – und bald stand das Packen vor der Türe. Wir planten gemeinsam nach Bangkok zu fliegen, wo wir noch die letzten zwei Tage gemeinsam geniessen werden. Wo Marco & Bé noch ausgiebig shoppen und sich mit Allemöglichem eindecken können und ich nochmals so richtig fest mit Marea zusammen sein – bevor die Drei dann wieder nach Hause fliegen.
Tja, am Trat Flughafen waren wir pünktlich – der Flieger jedoch war defekt und so wurden wir mit einem Taxi in die Hauptstadt verfrachtet. Eine lange Fahrt; aber auch so kamen wir im lebendigen Bangkok an und direkt ab ins Nobelhotel ;-)! Marco hat übers Internet ein geniales Angebot für eine Wohnung im 5*Hotel gefunden – und schon haben wir uns dort niedergelassen.
Von Bangkok hab ich nicht viel gesehen – dafür aber von meinen Liebsten. Habe alle drei nochmals richtig ‚genossen‘...

Und Marea verdient hier gleich mal ein supergrosses Lob: ist es genial mit ihm, egal wo. Ob in der pulsierenden Grossstadt Bangkok oder auf der Traum-Insel Koh Chang, ob im Guesthouse oder Nobelhotel, ob auf der Massageliege oder der Tanzfläche eines Beach-Restaurants... Überall kann man mit ihm hingehen... und überall fühlt er sich wohl und strahlt mit der Sonne um die Wette...

Mitten in der Nacht am ersten April (leider kein Aprilscherz) war dann der Abflug für die Drei, zurück nach Zürich – ohne mich... ich blieb in Bangkok; again "back on the road"... alleine... planlos... mit der Welt vor mir, offen und einladend. Aber bevor ich wieder in den Rhythmus kommen sollte, musste ich mich erstmal wieder darauf einstellen alleine zu sein... Ein immer spannender Moment des Wechsels!

Und erneut im Taxi sitzend ist, wie schon der erste, auch der letzte Augenblick unseres Zusammenseins gekennzeichnet... In der Dunkelheit des Abends wurden Marea, Bé & Marco, mit winkenden Armen, immer kleiner hinter der in der Ferne verschwindenden Windschutzscheibe – und Tränen kullerten mir über die Wangen...